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Jürgen Friedel
Jürgen Friedel, Geschäftsführer

Der Flughafen Lübeck blickt auf eine bewegte Geschichte. Seit 100 Jahren starten und landen Flugzeuge in der Hansestadt. Der Flughafen war Fliegerhorst, Einsatzbasis, Teil der Berliner Luftbrücke und Regionalflughafen. Während der Flughafen zurzeit besonders von Privatpiloten und Geschäftsreisenden angeflogen wird, arbeiten wir daran, den „Flughafen der kurzen Wege“ auch für die Verkehrsfliegerei wieder fit zu machen und die Qualität des Airports für Mieter, Partner und unsere Kunden zu verbessern. Um zu zeigen, was am Flughafen Lübeck möglich ist, haben wir uns für das Jahr 2017 viel vorgenommen. 

 

 

DoppeldeckerDie Geschichte des Flughafen Lübeck ist bunt, bestens dokumentiert, turbulent und filmreif. Den Auftakt gab die königlich-preußische Fliegerschule im Jahr 1917. In den 20er Jahren warf während der ersten Flugtage eine Fokker D VII der Trumpfwerke Schokoladen-Proben zur Freude aller Lübecker ab. Während des 2. Weltkriegs nutze das Militär den Flugplatz, um gegen England zu fliegen, die Ju 52 war als Transport- und Versorgungsflugzeug im Einsatz. Gen Kriegsende folgten erste Düsenjäger wie die Me 262 und schließlich nutzte ab Mai 1945 die Royal Air Force den Platz als Einsatz- und Trainingsbasis. Während der Berliner Luftbrücke starteten 2600 Flüge von Lübeck aus – manchmal bis zu 100 täglich – und brachten über 73.000t Lebensmittel und Güter in die besetzte Stadt.

 

OV-10b BroncoWährend der 50er Jahre waren DDR-Flüchtlinge in der ehemaligen Kaserne untergebracht und gleichzeitig konnten wieder Segelflieger und zivile Motorflieger abheben. Der Aero Club und der Lübecker Verein für Luftfahrt (LVfL) pachteten den Platz während die US Army von hier aus den DDR-Funkverkehr abhörte. Seit der Zeit des Kalten Krieges war Lübeck für 50 Jahre Startpunkt für Zieldarstellungsflugzeuge wie Spitfire, Hawker Seafury, Bronco und Westwind. Der Linienverkehr hat es aufgrund der Nähe zur DDR zunächst schwer.

In den 70er Jahren entstehen erste Verbindungen und ein Flughafengebäude. Seit 1990 ist der innerdeutsche Luftraum geöffnet und Lübeck bekam ein Instrumentenlandesystem, regelmäßige Charterflüge und ein Terminal. 1998 zieht die Firma Euroimmun des heutigen Flughafen-Investors und Unternehmers Winfried Stöcker in die ehemalige Kaserne mit Offiziersquartier.

 

Wizz AIr in LübeckFür den Lübecker Flughafen folgt eine Zeit, die geprägt von Hoffnung und Prüfungen ist: ab 2000 flogen low cost airlines und, um den Airport auf ein solides Fundament zu stellen, wird die Planfeststellung eingeleitet. Im Jahr 2005 verzeichnet der Flughafen 715.000 Passagiere. Ein neuseeländischer Investor erwirbt den Flughafen, ein Bahnhaltepunkt wird gebaut und der Investor gibt den Flughafen zurück an die Stadt. Nach einem Bürgerbegehren für den Erhalt des Flughafens 2010 erhält dieser ein Instrumentenlandesystem Cat. II und der neue Investor, ein deutsch-ägyptischer Geschäftsmann, muss kurz darauf Insolvenz anmelden (2014). Ein Jahr später erwirbt die chinesische Puren den Airport, der Investor verschwindet, der Flughafen fliegt erneut in die Insolvenz und kann im Juli 2016 unter dem Motto „Aufwind für Lübeck und Deutschlands Norden“ in die Hand von Winfried Stöcker übergehen und nun seinen 100. Geburtstag feiern!

Alexander Steenbeck

Ausbildungsstätte, Einsatzbasis, Regionalflughafen und mehrfach vom Aus bedroht: Der Lübecker Flughafen blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seit 100 Jahren starten und landen Flugzeuge in Blankensee, einem der ältesten Flugplätze in Deutschland. Erste Bauten entstanden 1916, bis Ende der 1940er Jahre diente der heutige Airport rein militärischen Zwecken. Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam die zivile Nutzung wirklich zum Tragen, wurde jedoch kontrovers diskutiert.

Alexander Steenbeck schildert in seinem mittlerweile vierten Buch die Höhen und Tiefen des Lübecker Airports, zeigt dessen Entwicklungsgeschichte auf und fasst in seinem neuen Buch seine jahrelangen akribischen Recherchen zur Lübecker Luftfahrtgeschichte zusammen. Mehr als 500 bislang unveröffentlichte Fotos, Planskizzen, Tabellen und Dokumente veranschaulichen über ein Jahrhundert Fliegerei in der Hansestadt.

Das Buch „100 Jahre Blankensee" ergänzt und vervollständigt die bisher über die Geschichte des Lübecker Flughafens erschienenen Werke des Autors - www.100-jahre-blankensee.de